MEDIZINISCHE KLINIK UND POLIKLINIK I
Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie, Nephrologie, Endokrinologie, Diabetologie
UNIVERSITÄTSKLINIKUM BONN
Prof. Dr. Christian Strassburg












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Patienteninformation Transplantation


 
 
 

Kontakt:

Medizinische Klinik und Poliklinik I - Transplantationsbüro
Gebäude 26, Dialyse-Anbau, EG

Fatemeh Raygan
Christa Weiß

Tel.: +49 (0) 228 287 -15769
Fax: +49 (0) 228 287 -19566

Ärztliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Christian Strassburg
Prof. Dr. Ulrich Spengler
Prof. Dr. Rainer Woitas
Dr. Dominik Bös
Dr. Tobias Weismüller
 
     
    Für die Verteilung der Spenderorgane müssen die Blutgruppenbestimmung (AB0) und die HLA-Typisierung (Bestimmung der Gewebemerkmale) in einem Speziallabor erfolgen. Liegen die Blutgruppe und die HLA-Typisierung, die über Blutlymphozyten bestimmet wird, vor, kann der Patient bei der Eurotransplant-Foundation (Leiden, Niederlande) gemeldet werden.

Eurotransplant

Eurotransplant ist eine internationale Stiftung, in der alle Transplantationszentren der Mitgliedsländer (Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien und Ungarn) gleichberechtigt vertreten sind. In anderen Regionen gibt es ähnliche Organisationen. Eurotransplant ist die nach § 12 des Transplantationsgesetzes beauftragte Einrichtung für die Vermittlung von Organen.

Organvergabekriterien (Allokation)

Jede Organspende, die innerhalb des Eurotransplant-Bereiches erfolgt, wird an die Zentrale gemeldet.
Die Verteilung der Organe erfolgt mit dem X-Comb-Computerprogramm (ETKAS). Dieses Programm vergibt Punkte an jeden als transplantabel gemeldeten Patienten auf der Warteliste, der die gleiche Blutgruppe hat wie der aktuelle Organspender. Das Programm errechnet für jeden potentiellen Empfänger aktuell eine Punktzahl und erstellt nach der Punktzahl eine aktuelle Empfänger-Rangliste.

Die 5 Faktoren, die Berücksichtigung finden, sind:

  • Übereinstimmung in den Gewebegruppen (HLA-Match) zwischen Spender und Empfänger (maximaler Punktzahl 400)
  • Wahrscheinlichkeit für einen Patienten, jemals ein gutes HLA-Match zu erreichen (max. 100 Pkt).
  • Wartezeit auf eine Nierentransplantation (33,3 Pkt/Jahr, ab der ersten Dialyse)
  • Die Entfernung zwischen Spenderregion und Empfängerzentrum zur Vermeidung überlanger Transportzeiten (max. 200 Pkt)
  • Import-/Export-Bilanz zwischen den beteiligten Nationen
Die kleine Gruppe von besonders dringlichen Nierenempfängern (high urgency) erhält 500 Extrapunkte.
Die Gewichtung dieser Faktoren wurde Deutschland von der Transplantationskommission bei der Bundesärztekammer festgelegt. Der Patient mit der höchsten Punktzahl bekommt das Organ zugeteilt.
Das Zentrum, das die Nierentransplantation durchführt, hat keinen Einfluss auf die Auswahl des Empfängers.

Eurotransplant benachrichtigt das entsprechende Transplantationszentrum. Akzeptiert dieses nach Prüfung der Daten das Organ, wird umgehend der behandelnde Nephrologe des Patienten kontaktiert und der Empfänger zur Transplantation einbestellt. Vom ersten Anruf von Eurotransplant bis zur Annahme des Organangebotes darf nicht mehr als eine Stunde vergehen, in besonderen Fällen beträgt diese Frist sogar nur 35 Minuten, sodass es sehr wichtig ist, dass die Kontaktinformationen des Patienten immer auf dem aktuellen Stand sind und dass er immer erreichbar ist. Natürlich ist es möglich, sich zum Beispiel für die Dauer eines Fernurlaubs von der Transplantationswarteliste abzumelden.

Ergebnisse der Nierentransplantationen

Die Funktionsraten und die Funktionsdauer der Nierentransplantate haben sich in den letzten Jahren aufgrund der erweiterten Behandlungsmöglichkeiten sowie der intensiven Betreuung der Transplantatempfänger erheblich verbessert. Die Transplantatfunktionsrate liegt im Durchschnitt nach einem Jahr bei über 90 %, nach 10 Jahren im Bereich des Eurotransplant bei knapp 60 %. Die Funktionsrate nach 10 Jahren der in Bonn transplantierten Nieren liegt mit 65% über dem Eurotransplantdurchschnitt.

Der Transplantverlust ist in der späten Phase nach Transplantation in der Regel durch eine langsame Vernarbung des Nierengewebes und der Nierengefäße bedingt. Jedes Spenderorgan ist hiervon in gewissem Umfang betroffen. Dieser Vorgang wird als chronische Abstoßung oder besser als chronisches Transplantatversagen bezeichnet. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle: chronische immunologische Abstoßungsreaktion, Infektionen, Medikamententoxizität, schlecht eingestellter Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen. Auch die Art der Grunderkrankung des Empfängers sowie die Qualität des Spenderorgans spielen eine wichtige Rolle. Durch die optimalen Transplantationsbedingungen (geplanter Operationszeitpunkt, kurze Kaltischämiezeit und Transportwege).

Insgesamt wurden in Bonn nach Wiederaufnahme der Nierentransplantationen im Dezember 1983 über 800 Patienten transplantiert.
   
     
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